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Der Stillstand Nr.10 / Wildes
Fleisch / März 2002

Wildes Fleisch.
. .der Metzger denkt immer nur an das Eine. Alle
Anderen lassen ihrer Fantasie freien Lauf! Schließlich geht es an‘s
Eingemachte, unser Urthema schlechthin.
Erst werden wir Fleisch, dann vergeht uns der
Appetit. (BSE & MKS & FKK, oh Ja, Ja, Ja)
Vor lauter feuchten Träumen kann man nicht schnell genug Vegetarier werden!
Schnell sein, vor allem im Stillstand —Die permanente Abrichtung auf
Neuigkeiten lässt keine Zeit.
Geruhsame Augenblicke schenken wir uns höchstens beim zerstreuten
Durchblättern von Non-Vegetarian - Magazinen mit so lyrischen Namen, wie:-
"Anal 2000", "Hustler",
"Weekend" ‚ oder "Bäckerblume".
Fleisch, alle Farben.
Für den kleinen Hunger zwischendurch ein
weiterer Mußetipp. Im Café auf dem
Ring vorbeiziehenden Übergewichtigen
nachschauen, bieten doch gerade sie eine
Fülle von Disqualifizierungsmöglichkeiten.
Fleisch irrt nicht, es verschönert die
Feiertage.
Wildes Fleisch = wildgewordenes Fleisch?
Wie dem auch sei, das Thema ist vielschichtig,
vieldeutig, ausgelutscht & angesagt, voll hermeneutischer Tiefe &
Breite.
Kurz, ein wunderbares Schaumgebäckthema, in dem
das „eigentlich Seiende weltet» (Heidegger)
Wir gehen es an wie gewohnt: Avantgarde ja, aber
mit Anstand!
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